11.11.2021
- Pressemitteilung

gridX vereinbart nach erfolgreichem Pilot eine Kooperation mit Westnetz

  • gridX liefert Energiemanagementsystem (EMS) für das Zukunftsprojekt „Netzbetrieb 4.0“ von Westnetz.
  • Pilotprojekt zeigt das Potenzial intelligenter Netzsteuerung, um die Versorgung der 10 Millionen E-Fahrzeuge, die für 2030 in Deutschland anvisiert sind, zu gewährleisten.
  • Die Zusammenarbeit stellt die optimale Ausnutzung der vorhandenen Leistungsfähigkeit des Verteilnetzes sicher.

München, 11. November 2021 - Das Smart-Grid-Unternehmen gridX gibt heute eine Kooperation mit Westnetz, einem Dortmunder Verteilnetzbetreiber für Strom und Gas, bekannt. Die hundertprozentige Tochter des Energieunternehmens Westenergie hat sich für die Energiemanagement-Lösungen von gridX entschieden, um das Zukunftsprojekt "Netzbetrieb 4.0" weiter voranzutreiben. 

Im Rahmen des Projektes „Netzbetrieb 4.0” stattet Westnetz 100 Ortsnetze mit intelligenter Messtechnik aus und bindet diese an ein digitales System an. Die unterschiedlichen Komponenten können so miteinander kommunizieren, um Stromerzeugung, Verbrauch und Speicherung dynamisch zu steuern. Gleichzeitig werden Planung und Betrieb der Ortsnetze noch sicherer und effizienter. Damit leistet der Verteilnetzbetreiber einen wichtigen Beitrag zur kostenoptimalen Integration von flexiblen Lasten im Netz – allen voran zu Ladepunkten für E-Mobilität. 

Damit diese im Bedarfsfall zuverlässig angesteuert werden können, braucht es geeignete Kommunikations- und Energiemanagementsysteme. Genau an dieser Schnittstelle zwischen Netzbetreiber und flexiblen Lasten leistet gridX mit seinem Know-how und innovativer Technik einen wertvollen Beitrag im Projekt “Netzbetrieb 4.0”. Im Falle eines Netzengpasses ist das Gesamtsystem in der Lage, diesen zu erkennen, steuernd auf flexible Lasten zuzugreifen und damit Betriebsmittelüberlastungen vorzubeugen. 


Erfolgreiches Pilotprojekt

Bereits zuvor sorgte das vorhandene EMS von gridX an einem Pilotstandort mit 17 Ladesäulen und Solaranlagen für eine lokale Optimierung der Energieflüsse innerhalb der zur Verfügung stehenden Leistungsgrenze. Diese Leistungsgrenze kann von nun an intelligent und abhängig vom Netzzustand vom Netzbetrieb 4.0-System über das Backend von gridX angepasst werden. Das macht bislang erforderliche Sicherheitspuffer für seltene Leistungsspitzen im Netz obsolet und sorgt zukünftig für eine optimale Ausnutzung der Leistungsfähigkeit des Verteilnetzes. 

Damit reduzieren sich zum einen die Kosten für den Netzausbau, zum anderen wird auch die Integration weiterer Ladeinfrastruktur oder anderer Lasten beschleunigt. Anstehende regulatorische Neuerungen und Anforderungen – beispielsweise im Bereich der dynamischen Netztarife – lassen sich mit dem EMS bereits heute technisch umsetzen. 

Auch Endkunden:innen profitieren: sowohl von einem schnelleren Ausbau der Ladeinfrastruktur als auch von günstigeren Netztarifen – und zwar dann, wenn sie mit der Steuerbarkeit ihrer Anlage im regulatorisch festgelegten Rahmen einen Beitrag leisten möchten.

Mit Westnetz hat das Münchner Smart-Grid-Scale-up einen Partner gefunden, der sich ebenfalls für nachhaltige, intelligente Stromnetze engagiert. gridX bietet Energieversorgern, Netzbetreibern, Ladepunktbetreibern, OEMs und anderen Energie-Start-ups eine Plattform, auf welcher innovative Energielösungen schnell und skalierbar entwickelt und ausgerollt werden können. E.ON hat in September eine Mehrheitsbeteiligung an gridX übernommen.

 Tim Steinmetz, Chief Growth Officer von gridX, erklärt: „Dieses Pilotprojekt zeigt zum einen die Flexibilität unserer Plattform und zum anderen die Skalierbarkeit der Lösungen, die auf XENON aufbauen. Durch unseren modularen Ansatz und die enge Zusammenarbeit mit unserem Partner Westnetz können wir zukunftsorientierte Projekte umsetzen, um die Integration von Ladeinfrastruktur in das Stromnetz zu beschleunigen und die Mobilitätswende voranzutreiben.” 

Robin Schiwek, Project Manager bei Westnetz, sagt: „Die gemeinsam mit gridX entwickelten Lösungen bringen die dringend benötigte Flexibilität und Dynamik ins Netz. Die dadurch realisierten Effizienzgewinne reduzieren die Kosten für alle Beteiligten – insbesondere für die Endverbraucher:innen. Durch die Vernetzung ermöglichen wir einen höheren Anteil erneuerbarer Energien und tragen so unseren Teil zur Energiewende bei.” 

Über die Westnetz GmbH

Die Westnetz GmbH mit Sitz in Dortmund ist der Verteilnetzbetreiber für Strom und Gas im Westen Deutschlands. Das Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochter der Westenergie AG, die zum E.ON-Konzern gehört. Westnetz betreibt mit 5.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Vielzahl von Netzen unterschiedlicher Eigentümer im Westen Deutschlands. Sie ist ein unabhängiger Verteilnetzbetreiber und stellt die Gas- und Stromnetze allen Marktteilnehmern diskriminierungsfrei zur Verfügung. Innerhalb der Westenergie AG verantwortet Westnetz im regulierten Bereich Planung, Bau, Instandhaltung und Betrieb von 175.000 Kilometern Stromnetz und 24.000 Kilometern Gasnetz. Westnetz unterstützt die Energiewende in Deutschland mit zukunftsorientiertem Aus- und Umbau der Netze sowie zahlreichen Innovationsprojekten. 

Über gridX

gridX ist ein führendes Smart-Grid-Unternehmen in Deutschland mit Sitz in Aachen und München, das 2016 von Andreas Booke und David Balensiefen gegründet wurde. Mit seiner IoT-Plattform XENON bietet gridX herstellerunabhängiges Monitoring und Management von dezentralen Energieressourcen. Durch XENON können Partner schneller als jemals zuvor skalierbare Energiemanagement-Lösungen für dezentrale erneuerbare Energiequellen entwickeln. Durch die Partnerschaft mit gridX kann z. B. Fastned mehr Ladesäulen an Standorten installieren, ohne dass ein kostspieliger Netzausbau erforderlich ist. Die Viessmann-Group kann ihren Kunden so ein smartes und integriertes Home-Energy-Management-System anbieten.